Moderne Zerspanungsmaschine
Plastikteil 7.03.2025

Arbeitsschutz bei der zerspanenden Bearbeitung

Ähnlich wie bei der Bearbeitung von Rohmaterial aus Metall fertigen die meisten Betriebe entweder Werkstücke oder ganze Baugruppen. Eine Drehmaschine mit integriertem Fräsmotor ist eines der wenigen Werkzeuge, die beide Fertigungsarten erfüllen. Die angelieferten Halbzeuge, teilweise auf neu entwickelten Maschinen produziert, sorgen zwar für die Einhaltung der geforderten Toleranzen, doch hat die Sicherheit am Arbeitsplatz in den letzten Jahren deutlich nachgelassen. Und damit einhergehend sind auch die Arbeitsbedingungen insgesamt zu einem Problem geworden.
Deshalb muss eine Konzentration auf die automatisierte Fertigung von Einzelteile oder ganzen Baugruppen erfolgen. Denn die bisher praktizierte Art der Herstellung von Prototypen in Kleinserien kann leider nicht unter Beachtung der aktuellen Maßgaben des Arbeitsschutzes und des Arbeitsrechts erfolgen.
Die Kombination aus verschiedenen Werkstoffen ist natürlich eine besondere technische Leistung, von der die Auftraggeber profitieren. In der Teilefertigung werden die angelieferten Kunststoffe, die auch aus dem eigenen Materiallager entnommen werden, umgearbeitet. Die auf dem Gebiet der Zerspanung gewonnenen Erfahrungen fließen später zurück in die Forschung. Kunststoffe lassen sich mit allen geeigneten Werkzeugen relativ gefahrlos zerspanen, da weder scharfe Splitter herumfliegen können, noch ernste Verletzungsgefahr an scharfen Kanten besteht.
Wichtig sind dafür passende Schneidgeometrien und sehr scharfe Werkzeuge. Die vom Kunden vorgegebenen Schnittwerte werden dann von der Dreherei direkt in die CNC-Maschinen einprogrammiert.

Gewinde aus Kunststoff Neben vielen anderen Werkzeugmaschinen ermöglichen die Drehmaschinen mit angetriebenen Werkzeugen derzeit die besten Arbeitsergebnisse gerade bei der Einzelteilefertigung. Der Maschineneinsatz steht dem von Zerspanungsbetrieben eigentlich nicht nach; die Forderung nach hoher Produktivität begleitet den gesamten Fertigungsprozess unter Einbeziehung von CAD/CAM-Technik. Vor einigen Jahren haben sich die deutschen Hersteller entschieden, neue Software zu beschaffen, um einheitliche Oberflächen erzielen zu können.
Dabei wird auf der CAD-Seite Solid Edge, und auf der CAM-Seite auf eine Siemens-Steuerung zurückgegriffen. Einzelteile werden zunächst im CAM-Bereich in Kiel manuell programmiert, was aber eine sehr zeitaufwändige Angelegenheit ist, die das Produktionsspektrum einschränkt und die Bearbeitungsgeschwindigkeit ebenfalls stark bremst.
Die Programmierung der einzelnen CAM-Module erfolgt nach und nach, zunächst drei Achsen und dann schließlich in echter 3D-Simulation und simultaner fünf-Achsen-Bearbeitung. Die Bearbeitung auf Dreh-Fräszentren mit angetriebenen Werkzeugen und einem integrierten Fräsmotor ist die letzte technische Entwicklung. Für diesen Maschinentyp sind eine spezielle Ausbildung und besondere Software erforderlich.